Borreliose

Infektionen durch Borrelien sind in unserer waldreichen Heimat  sehr häufig. Durch den heimtückischen Verlauf  ist sie schwer zu diagnostizieren und zu therapieren. Deswegen ist es wichtig, jede Zecke auf eine Borrelieninfektion zu untersuchen. Erwachsene Zecken kann jeder mit einem Test aus der Apotheke auf Borrelienantikörper untersuchen, Nymphen (zweites Stadium) können nur im Labor auf Erbsubstanz von Borrelien getestet werden. Je früher nach dem Stich einer infizierten Zecke behandelt wird, desto größer sind die Heilchancen. Wir helfen bei der
Untersuchung einer erwachsenen  Zecke:
  • Bestimmung von Borrelienantikörpern durch den MED Test (auch in Apotheken erhältlich) – Bei Zecken Nymphen (sehr klein) mit der Versendung in unser Labor (Link) Zum Nachweis von borrelienhaltiger Erbsubstanz.
  • Sollte die Zecke verloren gegangen sein,  lassen wir ab dem 10. Tag nach dem Stich den sog. T Cell oder Eli-Spot bestimmen, der uns sehr früh auf eine erfolgte Infektion hinweisen kann.
    Erst 6 Wochen nach dem Stich kann man auf Antikörper gegen Borrelien untersuchen lassen. Da aber diese Untersuchungen nicht unterscheiden kann zwischen gehabter und bestehender Infektion, sind die Beschwerden des Patienten ausschlaggebend.

Bei 70 Prozent der infizierten Patienten tritt eine Wanderrötung auf. Es handelt sich zunächst um einen kleinen roten Fleck, der sich mit der Zeit in einen immer größer werdenden Herd verbreitert. Etwas Juckreiz ist sogar selten. Bei der Wanderrötung finden sich in dem Herd die Erreger. Diese werden durch die folgende Antibiotikabehandlung abgetötet.

Die Therapie der Borreliose ist nur dann hilfreich, wenn keine zusätzlichen weiteren Infektionen (Ehrlichiose, Bartonellose, Chlamydiose, Yersiniose, Ebstein-Barr-Virus) nachweisbar sind.

Eine Behandlung kann erfolglos sein, wenn der Patient zusätzliche Stoffwechselerkrankungen und auch Schwermetallbelastungen hat. Borrelien können das Immunsystem des Menschen so schädigen, dass auch eine Antibiotikabehandlung nicht hilft. Hier setzen wir eine moderate Fiebertherapie ein, die das Immunsystem stärkt, gleichzeitig aber auch die sehr temperaturempfindlichen Borrelien schädigt und abtötet.

Bei einer Infektion untersuchen wir zusätzlich:

  • zusätzliche  Infektionen, besonders, die mit gleichem Zeckenstich übertragen sein  können.
  • Fähigkeit des Immunsystems, mit Erregern  fertig zu werden (Killerzellaktivität), weil sie eine Behandlung behindern können.

Erst dann wird der Patient maßgeschneidert behandelt:

  • Bekämpfung des Erregers und Stärkung des Immunsystems müssen Hand in Hand gehen.
  • Antibiotikabehandlung, Fiebertherapie, Verringern der Schwermetallbelastung, Immunsystem anspornen, Lebensgewohnheiten ändern: gesunde Ernährung, Nikotinkonsum einstellen, viel Bewegung, gesunde Bakterien für den Darm.

Wir kooperieren mit der
Borreliose Selbsthilfegruppe Bad Sobernheim
Treffen : Jeden 1. Mittwoch des Monats 18 Uhr, Dörndich Haus 6, Bad Sobernheim

telefonischer Kontakt:
Maria Schäfer: 06754/1710
Hubert Collet: 06784/7178

Das Borrelioseheft der Selbsthilfegruppe kann bei uns angefordert werden.